Ein Verkehrskonzept der Zukunft schon in Betrieb
Unmittelbar an das Bahnprojekt Stuttgart – Ulm schließt ein weiteres Verkehrskonzept der Zukunft an: Neu-Ulm 21, welches offiziell als Planfeststellungsabschnitt 2.5 b geführt wurde.
Die Donaubrücke
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| Donaubrücke Ulm – Visualisierung: Aldinger & Wolff |  Donaubrücke Ulm – Visualisierung: Aldinger & Wolff |
Verbunden werden beide Projekte durch die Donaubrücke in Ulm, die bis dato auch ein Nadelöhr auf der Magistrale Paris–Straßburg–Karlsruhe–Stuttgart–Ulm–München–Wien–Budapest / Bratislava darstellte. Offiziell ist die Donaubrücke im Osten der letzte Planfeststellungsabschnitt des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm. Die Besonderheit: sie ist bereits schon heute, wie das Großprojekt Neu-Ulm 21, fit für die Zukunft. Um den Anforderungen an die Verkehrsinfrastruktur der Zukunft gerecht zu werden, musste die Donaubrücke von zwei auf vier Gleise ausgebaut werden. Zwei Gleise für den Fern- und zwei für den Regionalverkehr führen direkt von Neu-Ulm in den Hauptbahnhof Ulm. Der Planfeststellungsbeschluss dazu wurde im Jahr 2003 erlassen. Noch im gleichen Jahr wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Die Inbetriebnahme erfolgte im Jahr 2007.
Neu-Ulm 21
Auch Neu-Ulm 21 wurde 2007, am Jahresende, abgeschlossen, und zwar als der neue und tiefer gelegte Bahnhof in Neu-Ulm in Betrieb genommen wurde. Nach gut vier Jahren Bauzeit war das 160-Millionen-Euro-Projekt planmäßig fertig gestellt, rechtzeitig vor der bayrischen Landesgartenschau 2008 in Neu-Ulm. Kern der Maßnahmen war der Umbau der bestehenden Gleisanlagen mit einer Verringerung der Gleise von damals sechzehn auf heute nur noch vier sowie der komplette Neubau eines hochmodernen Bahnhofes. Die Stadt Neu-Ulm hat dadurch 18 Hektar Fläche für die städtebauliche Entwicklung erhalten.
Die Fläche für die städtebauliche Entwicklung ist entstanden durch den Rückbau nicht benötigter Gleisanlagen im Stadtgebiet, den Umzug des Containerbahnhofs nach Ulm-Nord (Dornstadt) und die Tieferlegung der Strecke im Stadtgebiet von Neu-Ulm. Die Tieflage der Gleise und der Bau von Schallschutzwänden auf einer Länge von über 8.000 Metern bringen darüber hinaus zusätzlichen Lärmschutz für die Anwohner.
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| Neuer Bahnhof Neu-Ulm – Foto: DB AG |  Neuer Bahnhof Neu-Ulm – Foto: DB AG |
Neu-Ulm 21 weist eine Gesamtstreckenlänge von vier Kilometern auf, wovon anderthalb Kilometer im Trog verlaufen. Die Streckengeschwindigkeit ist bis 160 km/h festgelegt. Neben dem Bahnhof als Bauwerk wurden noch sechs Brückenbauwerke realisiert.
Zudem wurde der Streckenabschnitt zwischen Ulm und dem Abzweig in Richtung Kempten zweigleisig ausgebaut, der Haltepunkt „Finninger Straße“ wurde modernisiert. Der Zugverkehr wird über modernste Leit- und Sicherungstechnik und ein neues Elektronische Stellwerk (ESTW) gesteuert. Dadurch konnte die Streckenkapazität deutlich angehoben werden.
Fazit: Neben den Bahnkunden sind die Einwohner Neu-Ulms die eindeutigen Gewinner des Großprojektes Neu-Ulm 21.
FAKTEN ZUM GROSSPROJEKT NEU-ULM 21: