Aktuelles
Aktuelle Meldungen zum Bahnprojekt Stuttgart – Ulm
Neue Arbeitsplätze
03.11.2009 - Millionen Bruttowertschöpfungszuzwachs und tausende neue Arbeitsplätze
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| Wolfgang Drexler | |
Herr Drexler, wie viele neue Arbeitsplätze werden in der Region Stuttgart bzw. in Baden-Württemberg entstehen?Mit dem Projekt Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Wendlingen – Ulm werden direkt etwa 7000 neue Arbeitsplätze bei den beauftragten Firmen geschaffen. Darüber hinaus ergeben sich volkswirtschaftliche Zusatzeffekte in anderen Bereichen, die von den Baumaßnahmen und den Investitionen profitieren.
Die Erreichbarkeit stellt einen wichtigen Produktionsfaktor dar, aus dessen Verbesserung sich positive Effekte auf die Wertschöpfung ergeben. So hat das Institut für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung der Universität Karlsruhe unter Leitung von Prof. Dr. Rothengatter in seinem Gutachten festgestellt, dass sich durch das Projekt ein dauerhafter Bruttowertschöpfungszuwachs von 500 Mio € pro Jahr für Baden-Württemberg ergibt. Darüber hinaus wurde in diesem Gutachten festgestellt, dass durch die verbesserte Erreichbarkeit sowie als Folge der städtebaulichen Nutzungen mehr als 10.000 Dauerarbeitsplätze im Land geschaffen werden.
In welchen Branchen werden diese neue Stellen vor allem erwartet?Hier gilt es zu unterscheiden, zwischen den reinen Projektinvestitionen und den Investitionen in eine spätere Bebauung. Im ersten Fall werden natürlich die bauaffinen Branchen also direkt die Baufirmen aber auch die Maschinenhersteller, Zulieferindustrie für Baustoffe sowie das Transportgewerbe profitieren. Darüber hinaus werden aber auch kleinere und mittlere Handwerkerbetriebe in der Region unmittelbar profitieren. Im Falle der Nutzung der frei werdenden Flächen werden sich vor allem moderne Dienstleister ansiedeln und entsprechende Arbeitsplätze schaffen.
Werden auch Generalunternehmer zum Zuge kommen, die dann wiederum Aufträge an Subunternehmen vergeben können?Ob Generalunternehmer zum Zuge kommen, steht derzeit noch nicht fest. Es können auch Arbeitsgemeinschaften oder einzelne Baufirmen sein. Fakt ist aber auch, dass bei der Auftragsvergabe auch mittelständische Firmen insbesondere aus der Region entsprechend berücksichtigt werden.